Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels – wie Hochwasser, Starkregen, Hitze, Waldsterben und andere Naturkatastrophen – führen zu wachsenden individuellen und kollektiven Krisen. Diese Ereignisse treten nicht nur nacheinander, sondern oft gleichzeitig auf, wie die Flutkatastrophe 2021, welche sich während der Pandemie ereignete, beispielhaft zeigt.
Neben der akuten Hilfe sieht sich der Caritasverband Essen in der Verantwortung, die Resilienz der Menschen in Essen gegenüber Krisen und Katastrophen zu stärken.
Dafür sind im Projekt zwei Mitarbeiterinnen im Einsatz: Die Referentinnen Anna Siemen und Daniela Dederichs gestalten unterschiedlichste Bildungsangebote und sprechen damit verschiedene Zielgruppen an, um sie auf potentielle Krisen vorzubereiten.
Das Projekt „youngcaritas macht Klima – Krisenresilient in die Zukunft“ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 31 Jahren. Im Rahmen von Bildungsangeboten an weiterführenden Schulen sowie außerschulischen Aktionen ermöglicht die Referentin Anna Siemen den Teilnehmenden, sich mit den Themen „Klimakrise“ und „Nachhaltigkeit“ auseinanderzusetzen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, junge Menschen zu befähigen, Risiken durch Extremwetterereignisse und Krisensituationen zu erkennen und angemessen zu handeln, sowie ihre Krisenresilienz durch die Förderung von Selbstwirksamkeitserfahrungen zu stärken.
Im Rahmen des Projektes „Caritas macht Klima – Stark in der Krise“ bietet die Referentin Daniela Dederichs ebenfalls Workshops und Infoveranstaltungen an – diese dienen insbesondere der gesellschaftlichen Resilienzstärkung. Ziel ist es, möglichst einen Querschnitt aus allen Bevölkerungsgruppen in Essen zu erreichen, um Wissen breit zu streuen: die Besucher:innen der Zentren 60+ oder Teilnehmer:innen von Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige profitieren von Infoveranstaltungen zum Thema „Hitze“ oder „Starkregen und Hochwasser“ ebenso wie interessierte Bürger:innen von themenentsprechenden Angeboten in Stadtteilzentren etc.
Die Aufgabe, den Caritasverband krisenresilient aufzustellen, ist ein weiteres Projektziel. Grundlegend dafür ist der Beschluss der Bundesdelegiertenkonferenz des deutschen Caritasverbandes aus Oktober 2025: hier wurde vereinbart, verbandliche Ressourcen langfristig zu mobilisieren, um die Caritas-Einrichtungen krisenfest zu machen. Somit kann die Caritas im Ernstfall als verlässliche Anlaufstelle, auch für die Menschen hier vor Ort in Essen, wirken. In Folge ist ein Krisenkonzept für die cse-Gruppe entstanden, damit auch unsere Einrichtungen und Dienste - z.B. Kindertagesstätten, das Altenpflegeheim, Jugendhilfeeinrichtungen - vorbereitet sind, um der nächsten Krise zu trotzen.
Wir wollen uns weiterentwickeln und mit den Themen weiter wachsen! Bei Interesse, Fragen oder Anmerkungen melden Sie sich gerne. Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!
Resilienz stärken & Deutschland zukunftsfähig machen: Gemeinsames Statement der Nationalen Plattform Resilienz veröffentlicht
Angesichts aktueller und zukünftiger Krisen und Herausforderungen ist es unerlässlich, die Resilienz Deutschlands schnell und entschlossen zu stärken. Die Nationale Plattform zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen (kurz: Nationale Plattform Resilienz) hat im März 2025 ein wegweisendes Statement (siehe “Downloads”) veröffentlicht, das dringende Kernforderungen von Kommunen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Kultur und Bildung an die neue Bundesregierung richtet, um die Widerstandsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Dieser Nationalen Plattform sind auch die Gliederungen des Deutschen Caritasverbandes angehörig. Unter dem Titel „Resilienz stärken & Deutschland zukunftsfähig machen“ enthält das Statement sieben konkrete Forderungen, die für die laufenden Koalitionsverhandlungen und darüber hinaus von entscheidender Bedeutung sind.

Anna Siemen
Referentin youngcaritas macht Klima – Krisenresilient in die Zukunft
Daniela Dederichs
Referentin Caritas macht Klima - Stark in der Krise