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Minister Laumann besucht Bahnhofsmission Essen

914.000 Euro Förderung für die Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen

1. Oktober 2026 OCV Allgemein
Menschengruppe steht vor Schild der Bahnhofsmssion

Die Bahnhofsmission Essen hat heute NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann zu einem Austausch über die Arbeit der Bahnhofsmissionen, aktuelle Herausforderungen und die Bedeutung niedrigschwelliger sozialer Angebote empfangen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Caritas, Diakonie, IN VIA, der Stadt Essen sowie Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission wurde dabei insbesondere die Situation vor Ort in den Blick genommen.

Ein wichtiges Signal für die Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen ist die Förderung in Höhe von 914.000 Euro, die Minister Laumann im Rahmen seines Besuchs symbolisch übergab. Den Förderbrief nahmen Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, und Andrea Redding, IN VIA Köln / Diözesan-Caritasverband Köln, in Vertretung für die Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen entgegen.

Die Bahnhofsmissionen sind für viele Menschen eine wichtige Anlaufstelle. Sie helfen unkompliziert und unabhängig davon, in welcher persönlichen Situation sich ein Mensch gerade befindet. Neben Reisenden, die Unterstützung benötigen, kommen auch Menschen in sozialen oder persönlichen Notlagen in die Einrichtungen. Haupt- und Ehrenamtliche leisten dabei Unterstützung, hören zu, geben Orientierung und vermitteln bei Bedarf an weitere Hilfsangebote.

Sozialminister Karl-Josef Laumann: „Die Bahnhofsmissionen und ihre vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind das soziale Gesicht unserer Bahnhöfe. Sie bieten Orientierung, sichern die Barrierefreiheit im Reiseverkehr und leisten unbürokratische Krisenhilfe in akuten Notsituationen. Diese wichtige Arbeit verdient unseren Respekt und unsere Unterstützung. Mit der erneuten Förderung schließen wir die verbleibende finanzielle Lücke, die durch gestiegene Betriebskosten und rückläufige Spenden entstanden ist. Gleichzeitig schlagen wir die Brücke in die Zukunft: Die neuen, professionellen Fundraising-Strukturen ermöglichen es den Trägern, dieses Angebot langfristig und krisenfest abzusichern.“

Wie vielfältig die Arbeit ist, berichteten beim Besuch auch Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Bahnhofsmission Essen. Dabei wurde deutlich, dass die Anforderungen an die Einrichtungen zunehmend vielfältiger werden. Neben Aufgaben rund um das Reisen und die Orientierung am Bahnhof suchen insbesondere immer mehr Menschen Unterstützung aufgrund persönlicher, sozialer oder finanzieller Problemlagen.

Prof. Dr. Björn Enno Hermans, Caritasdirektor Essen und Volker Schöler, Geschäftsbereichsleiter Gefährdetenhilfe des Diakoniewerks Essen, betonten: „Die Bahnhofsmission ist ein Ort, an dem Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer aktuellen Lebenssituation Unterstützung finden. Die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden schaffen mit ihrem Engagement einen Raum, in dem Menschen gesehen, ernst genommen und konkret unterstützt werden.“

Die Träger-Vertreter:innen der Bahnhofsmission Essen machten im Gespräch deutlich, dass sich die sozialen Herausforderungen verändern und die Anforderungen an die Arbeit steigen. Eine verlässliche Finanzierung und gute Rahmenbedingungen seien daher wichtige Voraussetzungen, um die Angebote dauerhaft sicherstellen und weiterentwickeln zu können.

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, würdigte die Arbeit der Bahnhofsmission: „Die Bahnhofsmission gehört seit weit über einem Jahrhundert zum sozialen Gesicht unserer Stadt. Das ist beeindruckend und zeigt zugleich, wie beständig der Bedarf an niedrigschwelliger Unterstützung und wie wichtig die Bahnhofsmission für die Menschen in unserer Stadt ist. Sie ist nah bei Menschen in Not und hilft dort, wo Unterstützung gebraucht wird.“

Die Stadt Essen unterstützt die Arbeit der Bahnhofsmission seit 2024 finanziell und unterstreicht damit die Bedeutung der Einrichtung als verlässliches und niedrigschwelliges Angebot für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen.

Die Bahnhofsmission Essen wird gemeinsam von Caritasverband für die Stadt Essen e. V. und Diakoniewerk Essen getragen. Der Besuch von Minister Laumann bot Gelegenheit, die Arbeit der Einrichtung unmittelbar kennenzulernen und mit den Verantwortlichen, Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen über deren Erfahrungen und die aktuellen Herausforderungen ins Gespräch zu kommen.

Mit der Förderung von insgesamt 914.000 Euro setzt das Land Nordrhein-Westfalen ein Zeichen für die weitere Unterstützung der Bahnhofsmissionen im Land. Für die Bahnhofsmission Essen steht dabei insbesondere im Mittelpunkt, auch künftig eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen zu sein und ihnen unkomplizierte Unterstützung und Orientierung zu bieten.



Caritasverband für die Stadt Essen e.V.
Niederstraße 12-16
45141 Essen
Tel: 0201-632569-900