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NEIN zu Alkohol in der Schwangerschaft!

Tag des alkoholgeschädigten Kindes

8. September 2026 SkF Allgemein
Grafik einer schwangeren Frau

Die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft begleiten Kinder ein Leben lang, warnt Sozialarbeiterin Bettina Opdenhövel von der Schwangerenberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen Essen-Mitte. Oft fehle es an Wissen über die Gefahren.

Alkohol in der Schwangerschaft kann schwere Folgen für das ungeborene Leben haben. Allein in Deutschland wird stündlich mindestens ein Kind mit einer vorgeburtlichen Alkoholschädigung (Fetal Alcohol Spectrum Disorder = FASD) geboren. Darauf weist der Verein FASD Deutschland e.V. in einer Pressemitteilung anlässlich des Tags des alkoholgeschädigten Kindes am 9. September hin. Die Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft können sein: Organ- und Skelettfehlbildungen, geistige und psychische Störungen, hirnorganische Beeinträchtigungen, Entwicklungsstörungen und extreme Verhaltensauffälligkeiten. Hilfe und Beratung bei Alkohol- oder Drogenkonsum während einer Schwangerschaft bietet die Schwangerenberatung an. Vier Fragen des Caritasverbands für das Bistum Essen an Beraterin Bettina Opdenhövel: 

Ist Alkoholkonsum ein Thema bei der Schwangerschaftsberatung?

Alkohol ist in der Regel für die Frauen dann ein Thema, wenn es vor dem Bekanntwerden der Schwangerschaft zu einem erhöhten Konsum gekommen ist. Als Beraterinnen sprechen wir das Thema „Alkohol“ proaktiv an und versuchen herauszufinden, ob es Fragen, Probleme oder ein Bewusstsein dafür gibt. Unsere Erfahrung zeigt, dass die möglichen schädigenden Auswirkungen auf das Baby von selbst geringsten Mengen den Frauen nicht bekannt sind. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, dafür zu sensibilisieren.

Was empfehlen Sie schwangeren Frauen oder deren Männern, die mit einer offensichtlichen Alkohol- oder Drogenproblematik zu Ihnen kommen?

In diesen Fällen versuchen wir die Frauen an entsprechende Beratungsstellen zu vermitteln. Da wären hier in Essen zum Beispiel Bella Donna, die Suchtberatung der Caritas-SkF-Essen gGmbH (cse) oder des Diakoniewerks. Wenn es um den Bedarf einer langfristigen Verhaltensänderung geht sowie um regelmäßige Kontakte zu einer Fachkraft geht, ist auch eine Anbindung an die Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Caritas-SkF-Essen denkbar.

Oft müssen sich Menschen bewusst gegen den Erwartungsdruck wehren, wenn sie zum Beispiel ein Glas Sekt bei einer Feier ablehnen. Was muss sich gesellschaftlich oder politisch ändern?

Eine Schwangerschaft wird, denke ich, als „Begründung" nicht zu trinken, in unserer Gesellschaft anerkannt. Was den Konsum im Allgemeinen angeht, gibt es auf jeden Fall noch viel zu tun. Alkohol wird leider immer noch nicht als Droge gesehen, die legal an jeder Ecke zu beschaffen ist. Es muss viel mehr Aufklärungsarbeit stattfinden, welche Folgen sowohl gesundheitlich als auch sozial möglich sind. Die Politik sollte mit einer höheren Altersgrenze für den Erwerb und mit steuerlichen Maßnahmen entgegenwirken.

Ihre Botschaft zum Tag des alkoholgeschädigten Kindes in einem Satz:

Die Folgen begleiten Kinder ihr ganzes Leben - NEIN zu Alkohol in der Schwangerschaft!

(Pressemeldung des Caritasverbands für das Bistum Essen e.V., 8.9.2026)

Bettina Opdenhövel

 

Kontakt:

Schwangerenberatung SkF Essen-Mitte e.V.
Dammannstraße 32-38, 45138 Essen
schwangerenberatung@skf-essen.de
Tel. 0201-319375-600

 

Bild: Sozialarbeiterin Bettina Opdenhövel berät beim SkF Essen-Mitte zu Fragen und Problemen rund um das Thema „Schwangerschaft“. (Foto: privat)



Caritasverband für die Stadt Essen e.V.
Niederstraße 12-16
45141 Essen
Tel: 0201-632569-900