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Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamts

Gewalt gegen Frauen sichtbar machen und wirksam bekämpfen

8. März 2026 SkF Allgemein
Sitzende Frau hält abwehrend Hand hoch

Die aktuelle Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamt macht deutlich, wie groß das tatsächliche Ausmaß von Gewalt gegen Frauen in Deutschland ist – weit über das hinaus, was in der polizeilichen Kriminalstatistik sichtbar wird. Viele Betroffene wenden sich aus Angst, Scham, emotionaler Abhängigkeit oder finanzieller Not nicht an die Polizei. 

Die Studie zeigt damit eindrücklich: Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen, sondern ein strukturelles und gesamtgesellschaftliches Problem.

 

Für den Sozialdienst katholischer Frauen bestätigt die Studie, was die Mitarbeitenden in Frauenhäusern, Beratungsstellen und Fachberatungen seit Jahren erleben. Hinter jeder Zahl stehen individuelle Lebensgeschichten – geprägt von Bedrohung, Kontrolle, psychischer, körperlicher oder sexualisierter Gewalt. Besonders deutlich wird, wie hoch die Dunkelziffer ist und wie groß die Hürden sind, Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Zugleich unterstreicht die Studie die dringende Notwendigkeit verlässlicher Schutz- und Hilfestrukturen. Frauen brauchen ausreichend verfügbare Frauenhausplätze, niedrigschwellige Beratungsangebote, psychosoziale Begleitung sowie finanzielle und rechtliche Unterstützung. Wer Schutz sucht, darf nicht an fehlenden Kapazitäten oder unklaren Zuständigkeiten scheitern.

Gewalt gegen Frauen erfordert deshalb mehr als punktuelle Maßnahmen. Es braucht einen langfristig gesicherten, flächendeckenden und interdisziplinären Ansatz: Prävention, Aufklärung, Täterarbeit, eine stabile Finanzierung der Hilfesysteme und eine klare gesellschaftliche Haltung gegen jede Form von Gewalt.

Der Sozialdienst katholischer Frauen setzt sich weiterhin dafür ein, betroffenen Frauen und ihren Kindern Schutz, Beratung und Perspektiven zu bieten – und zugleich öffentlich deutlich zu machen: Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles Schicksal, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung.

LeSuBiA Studie “Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag”

Heike Adrian, Vorstandsvorsitzende SkF Essen-Mitte e.V. Die jüngste Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamt bestätigt, was wir aus der täglichen Arbeit wissen: Gewalt gegen Frauen ist ein tief verankertes strukturelles Problem – ein gesellschaftliches Versagen, das klar benannt und konsequent bekämpft werden muss.  Gleichzeitig fehlen vielerorts sichere Orte. Frauenhäuser und Beratungsstellen sind überlastet, viele Betroffene erleben Angst, Scham, finanzielle Not und Ausweglosigkeit. Wer Schutz sucht, darf nicht vor verschlossenen Türen stehen.  Es braucht einen erweiterten, verlässlichen Ansatz für Schutz, Prävention und Unterstützung. Gewalt gegen Frauen ist eine gesellschaftliche Aufgabe,


Caritasverband für die Stadt Essen e.V.
Niederstraße 12-16
45141 Essen
Tel: 0201-632569-900