Essener Initiative startet Hilfstransporte für Menschen in Moria

In Kooperation mit der Initiative „Ein Herz für Moria“ haben der Caritas Flüchtlingshilfe Essen e.V. und verschiedene Sozialverbände und Träger heute einen ersten Hilfstransport für Menschen in Moria auf der griechischen Insel Lesbos auf den Weg gebracht.

In einem ersten Schritt werden heute Medikamente, medizinisches Material und Schutzausrüstung auf dem Land- und Seeweg von Essen nach Lesbos gebracht. Es handelt sich dabei um den ersten Transport mit Medizin und Schutzmaterialien. Ein weiterer Transport wird morgen per Luftfracht ausgeführt. Auch an Bord des Flugzeugs werden sich dann Medikamente, medizinische Ausrüstung und Schutzmaterialien befinden - allesamt Güter, die vor Ort nicht oder nur sehr schwer zu kaufen sind.

„Das Feuer im Flüchtlingscamp Moria ist eine der großen humanitären Katastrophen unserer Zeit“, berichtet Prof. Dr. Björn Enno Hermans, Direktor des örtlichen Caritasverbands, am Rande der Transportvorbereitung auf dem Gelände des ehemaligen Klosters in Schuir. „Aktuell befinden sich rund um Moria ungefähr 12.000 Menschen ohne Anlaufstelle und ohne ein Dach über dem Kopf auf der Straße.“

Als sich die Nachricht vom verheerenden Brand in Moria verbreitete, wurde das gemeinsame Anliegen der Flüchtlingshilfe und der korporativen Mitglieder des Caritasverbands, schnellstmöglich Hilfe zu leisten, umgehend in die Tat umgesetzt. „Wir haben alle verfügbaren Kräfte mobilisiert und Mittel bereitgestellt, um die Not vor Ort hoffentlich etwas lindern zu können“, beschreibt der stellvertretende Vorsitzende der Caritas Flüchtlingshilfe, Markus Kampling.

Die Organisatoren seien sich einig, dass das Engagement aller Beteiligten bemerkenswert ist und ein weiteres Beispiel für die gute übergreifende Zusammenarbeit. Besonders dankbar sei man, dass Fred Kusch vom Caritasverband der Stadt Düsseldorf und Gamze Hizel von der cse den Transporter selbst fahren und so einen wichtigen Beitrag leisten, die persönliche Übergabe der Güter an die Hilfsorganisation vor Ort sicherzustellen. Darüber hinaus hoffen alle auf eine weiterhin starke Spendenbereitschaft in der Bevölkerung.

Die Hilfsgüter wie Medikamente, Schutzanzüge, Handschuhe und Masken wurden von verschiedenen Sozialverbänden und Trägern für die Hilfe in Moria gespendet. Dazu zählen der Caritas Flüchtlingshilfe Essen e.V., der Caritasverband für die Stadt Düsseldorf e.V., der Caritasverband für die Stadt Essen e.V., die cse gGmbH, die Katholische Pflegehilfe, die Nikolaus Groß Stiftung Essen, die Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung, das Altenheim St. Georg sowie das Uniklinikum Essen. Auf Lesbos werden Hilfsgüter an die vor Ort tätige Hilfsorganisation Kitrinos übergeben.

Neben dem Versand von Gütern, die vor Ort nicht oder nur sehr schwer zu erwerben sind, werden Geldspenden an NGOs vor Ort weitergeleitet. Damit soll den Menschen der Kauf von Nahrungs- und Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln auf der Insel ermöglicht werden.

Spenden zu Gunsten der Initiative:

Caritas Flüchtlingshilfe Essen

Verwendungszweck: Ein Herz FÜR MORIA

Bankverbindung: DE45 3606 0295 0000 1026 28

Bank im Bistum Essen