Essener Initiative startet Transport von Medizingeräten nach Lesbos

In Kooperation mit der Initiative „Ein Herz für Moria“ haben der Caritasverband für die Stadt Essen, die Caritas Flüchtlingshilfe und verschiedene Sozialträger sowie Unternehmen heute einen weiteren Hilfstransport mit dringend benötigten Medizingeräten für die geflüchteten Menschen auf der griechischen Insel Lesbos auf den Weg gebracht. Um eine grundlegende medizinische Versorgung der Menschen in dem neu errichteten Lager Moria 2 zu ermöglichen, wurden ein Ultraschallgerät sowie mehrere EKG-Geräte vom Universitätsklinikum Essen und vom Elisabeth-Krankenhaus im Gesamtwert von ca. 20.000 Euro gespendet. Die beiden Essener Kliniken sind dem Aufruf von Oberbürgermeister Thomas Kufen gefolgt, der um Unterstützung für die Hilfstransporte nach Lesbos gebeten hatte. „Für uns als Universitätsmedizin Essen ist es eine Selbstverständlichkeit, diese besondere humanitäre Essener Initiative mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Wir freuen uns, dass wir mit den medizinischen Geräten und bereits zuvor gespendeten Medikamenten und Schutzausrüstung unseren Beitrag dazu leisten können, den Menschen auf Lesbos zu helfen“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen. „Auch wir sind dem Aufruf von Thomas Kufen gerne gefolgt, um so für die Menschen auf Lesbos einen kleinen Beitrag zu leisten“, so Jens Egert, Geschäftsführer Contilia Gruppe. Zusätzlich wurden von Spendengeldern mehrere Blutdruckgeräte und Fieberthermometer gekauft, die nun ebenfalls nach Lesbos gebracht werden. 

„Die Zustände im neuen Lager drohen noch schlimmer zu werden als in Moria, was man bislang eigentlich für unvorstellbar gehalten hat. Wir haben alle Kräfte mobilisiert, um zumindest mitzuhelfen, eine grundlegende medizinische Versorgung der Menschen vor Ort zu ermöglichen. Aber auch politisch darf das Thema nicht in Vergessenheit geraten und es muss dringend eine humanitäre Lösung gefunden werden“, so Caritasdirektor Prof. Dr. Björn Enno Hermans. 

Für den Transport der teilweise hochsensiblen Geräte konnte die Essener Initiative den Logistikdienstleister UPS als Partner gewinnen, der auch Transportdienstleistungen über den Paketdienst hinaus anbietet und organisiert. Die Kosten des Transports übernimmt die UPS Foundation, der karitative Arm des Unternehmens. „Wir haben als Unternehmen eine soziale Verantwortung, die sich in konkreten Maßnahmen zeigt. Ich bin stolz darauf, dass unsere Unterstützung medizinische Hilfe auf Lesbos ermöglicht“, so Frank Sportolari, UPS Deutschland-Chef. 

„Ich freue mich über das große Essener Engagement der Beteiligten, das ein Beispiel dafür ist, dass gemeinsam und durch eine gute, übergreifende Zusammenarbeit etwas bewegt werden kann“, so Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen.

Auf Lesbos werden die Medizingeräte an die vor Ort tätige medizinische Hilfsorganisation Kitrinos übergeben. Vor einigen Wochen hatte die Essener Initiative unmittelbar nach dem verheerenden Brand im Lager Moria bereits den Transport von Medikamenten und Schutzausrüstung im Wert von 150.000 Euro organisiert. Bei beiden Transporten geht es insbesondere darum, mit Medikamenten, Medizingeräten und Schutzausrüstung schnelle Hilfe zu schaffen, da diese Dinge vor Ort nicht oder nur sehr schwer zu beschaffen sind.

Neben den beiden Hilfstransporten hoffen alle Beteiligten auf eine weiterhin hohe Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. 

Spendenkonto: 

Caritas Flüchtlingshilfe Essen
Verwendungszweck: Ein Herz FÜR MORIA 
IBAN DE45 3606 0295 0000 1026 28
Bank im Bistum Essen