52 Wochen - 52 Ehrenamtliche der Essener Bahnhofsmission

Jede Woche stellt sich hier ein*e Ehrenamtliche*r der Essener Bahnhofsmission mit Foto und Zitat über sich und seine Tätigkeit vor.

Interesse das Team zu verstärken? Dann melde dich unter 0201-230723!

Hallo, ich bin Kathi, 21 Jahre alt und studiere Soziale Arbeit. Vor ca. 1,5 Jahren bin ich durch ein Praktikum im Rahmen des Studiums zur Bahnhofsmission gekommen. Trotz meiner relativ langen Anfahrt bin ich ehrenamtlich geblieben, da ich mir sicher war, eine schönere Atmosphäre im Team nicht so schnell wieder zu finden. Ich komme jede Woche gerne hier her und bin immer auf’s Neue gespannt, was mich im Dienst erwartet. Langweilig wird es nie - selbst wenn mal nicht viel los ist, ergibt sich immer ein schönes Gespräch mit den anderen Ehrenamtlichen. An der Arbeit finde ich besonders schön, dass wir jedem Menschen freundlich und vorurteilsfrei gegenüber treten - ganz egal woher dieser kommt und welche Geschichte er mitbringt.

Hallo - ich bin Janine und 27 Jahre alt. Seit Mai 2017 bin ich neben meinem Lehramtsstudium ehrenamtlich in der Bahnhofsmission tätig. Ich mag die Offenheit des Teams und den Kontakt zu den Menschen, mit denen ich sonst in meinem Alltag eher weniger Berührungspunkte habe. Die Einstellung der Bahnhofsmission ist “Akzeptanz statt Toleranz“ gegenüber den Besucher*innen - das schätze ich bei der Arbeit sehr.

Das Thema “Bahnhofsmission und Obdachlosigkeit“ habe ich auch schon zum Thema in der Schule gemacht und bin auf großes Interesse bei den Schüler*innen gestoßen. In der Unterrichtseinheit konnte ich die Fragen der Klasse aus erster Hand beantworten und praktische Tipps geben.

Ich freue mich, dass ich mein Ehrenamt so positiv mit meiner Arbeit verbinden und auf Nöte in der Gesellschaft aufmerksam machen kann.

Hallo, ich bin Tobias, 28, und seit Februar 2017 in der Bahnhofsmission Essen tätig - erst als vierwöchiger Praktikant für mein Studium der Sozialen Arbeit, danach als Ehrenamtlicher – u. a. auch im Projekt „Bahnhofsmission inklusiv“.

Besonders schätze ich die vielseitigen Aufgabenbereiche in der Bahnhofsmission, die es einfach nicht langweilig werden lassen. Sie erlauben es allen Mitarbeiter*innen sich mit den gegebenen Fähigkeiten bestmöglich einbringen zu können. Von Hilfen im Reiseverkehr, über Streetwork am Bahnhof, beratende (oder vielleicht auch bloß zuhörende) Tätigkeiten, Führungen für Senior*innen oder Arbeiten am Computer – die Möglichkeiten sich in der jeweiligen Schicht einbringen zu können sind vielfältig und spannend.

Was mich darüber hinaus für ein Ehrenamt bewogen hat, ist die hier schon des Öfteren erwähnte familiäre Stimmung im Team. Geprägt von Akzeptanz und Aufgeschlossenheit entsteht stets aufs Neue ein angenehmes Arbeitsklima – und auf Dauer auch die ein oder andere Freundschaft außerhalb der Bahnhofsmission.

Durch die Konfrontation mit den existenziellen Nöten der Klient*innen bin ich immer wieder an die entscheidenden Dinge im Leben erinnert worden und stehe den sonst als „normal“ empfundenen Privilegien des Lebens wesentlich wertschätzender gegenüber.

Insgesamt hat mir die Arbeit in der Bahnhofsmission und der Austausch mit den Kolleg*innen die Möglichkeit gegeben, mich persönlich weiterzuentwickeln. Dafür bin ich sehr dankbar.    

 

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Hallo, ich bin Melina, 27, Studentin der Sozialen Arbeit und bin sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich in der Bahnhofsmission tätig.

Soziale Arbeit ist so vielfältig und bietet unendlich viele Einsatzmöglichkeiten - die Praxis in der BM gibt mir Orientierung und ich habe endlich eine Vorstellung davon, in welche Richtung ich später gehen möchte.

Ich arbeite seit April diesen Jahres hauptamtlich in der BM und bin für den Bereich "Ehrenamt" zuständig - ich sorge unter anderem dafür, dass jeder neue Ehrenamtliche seine eigene Weste, ein Fach und einen Ausweis erhält.

Neben meinem Hauptamt engagiere ich mich ehrenamtlich im Projekt 'Bahnhofsmission Inklusiv'. In dem Projekt arbeiten Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam für die Reisenden am Bahnhof, eine Win-Win Situation für alle, wie ich finde!

Hallo, ich bin Corinna, 26 Jahre alt und bin seit 2016 in der Bahnhofsmission Essen tätig. Ich habe im Ehrenamt angefangen, bin dann als studentische Hilfskraft tätig gewesen und nun wieder ehrenamtlich aktiv - nach meiner Arbeit in einer Fachberatungsstelle. Seit 4 Jahren bin ich Teil des Streetworkteams und helfe bei der Entwicklung von Angeboten, die auf die Bedarfe der Menschen am Hauptbahnhof angepasst sind. So bekomme ich die Möglichkeit Eigeninitiative zu zeigen, etwas mit zu erschaffen, und neben dem Studium der Sozialen Arbeit die Theorie mit der Praxis zu verbinden. Gerade während der Coronazeit zeigen wir vermehrt Präsenz am Bahnhof und - neben der Versorgung mit Getränken und Brötchen - halten Kontakt zu den Menschen, die sonst den Aufenthaltsraum der Bahnhofsmission aufsuchen würden. Das Streetworkteam ist bunt gemischt. Wir treffen uns regelmäßig zu Sitzungen und es ist schon fast Tradition, dass wir jedes Jahr gemeinsam Paddeln gehen. Als Ehrenamtliche fühle ich mich unheimlich wertgeschätzt und ich freue mich jede Woche die Kolleg*innen im Dienst wiederzusehen, die über die Jahre auch zu Freund*innen geworden sind. 

#52wochen52ehrenamtliche #bahnhofsmission #bahnhofsmissionessen #ehrenamt #streetwork #sozialearbeit #bmfamily #dankecorinna #?

Hi, ich bin Celina, 22 Jahre alt, und habe 2014 ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Bahnhofsmission absolviert. Die familiäre Stimmung im Team hat dafür gesorgt, dass ich mich schnell wohl gefühlt habe - während der Arbeit wird viel gelacht und in den Pausen kochen und essen wir auch mal gemeinsam. Ich habe noch nie so ein harmonisches Miteinander bei der Arbeit erlebt wie bei uns in der BM - ... und ich habe schon viele Praktika gemacht! Es war daher schnell klar, dass ich ehrenamtlich bleibe. 2014 war ich mir bezüglich meines Berufswunsches noch sehr unsicher - aufgrund meiner Erfahrungen in der BM studiere ich jetzt Soziale Arbeit im 2. Semester und bin sehr glücklich damit!

Ich glaube, in der Bahnhofsmission lernt man nie aus - egal wie alt oder erfahren jemand ist. Jeden Tag passiert etwas anderes - ein anderer Mensch, eine andere Geschichte, ein anderes Problem. Genau diese Vielfältigkeit schätze ich so sehr an unserer Arbeit!

Hallo, ich bin Susanne, 59 Jahre alt und bin seit Juni 2019 ehrenamtlich in der Bahnhofsmission. Ich habe bis vor zwei Jahren als Erzieherin gearbeitet und war vor allem in sozialen Brennpunkten tätig. Die Arbeit hat mir immer viel gegeben und so kam im Ruhestand schnell der Wunsch auf ein Ehrenamt anzufangen. 

Ich traf letztes Jahr zufällig auf Mitarbeitende der Bahnhofsmission und wurde in ein Gespräch verwickelt - mein Interesse war sofort geweckt! Hier arbeitet man unmittelbar für und mit den Menschen und kümmert sich um akute Notlagen- genauso wie ich es mir für mein Ehrenamt vorgestellt habe. 

In der Bahnhofsmission wird jedem Menschen weitergeholfen, egal in welcher Lebenslage dieser sich befindet. Ich bin immer wieder überrascht, wie einfach „helfen“ ist. Die kleinsten Hilfestellungen - eine Wegbeschreibung, die Begleitung zum Bürgerbüro, eine Reisehilfe oder ein warmer Tee - können für andere Menschen so viel bedeuten! 

Außerdem genieße ich die Gemeinschaft - das Team der Bahnhofsmission hält zusammen!

Hi, ich heiße Fabio, bin 35 Jahre alt, und seit 2015 in der Bahnhofsmission Essen aktiv. Davor habe ich, bis zu meinem Umzug nach Essen, in einem Ortsverband des Technischen Hilfswerk ehrenamtlich gearbeitet. Nach einigen Jahren ohne Ehrenamt fehlte irgendwie etwas. Diese Lücke hat die Bahnhofsmission gefüllt. Bahnhofsmission bedeutet für mich Soziale Arbeit genau im Sinne des Wortes: Praktische soziale Probleme lösen. Die Vielfältigkeit der Menschen und Herausforderungen macht die Arbeit in der Bahnhofsmission so interessant! Egal ob im Büro, im direkten Kontakt an der Theke oder unterwegs im Bahnhof: Es gibt immer etwas zu tun.

Tach zusammen, ich bin Mandy, 32 Jahre alt und seit elf Jahren im Team der Bahnhofsmission Essen. Auch ich bin über ein Praktikum, während meines Studiums, zur Bahnhofsmission gekommen.
Neben meinen Regeldiensten in der Bahnhofsmission bin ich seit 2009 auch Teil des Streetworkteams. Wir leisten zwei Mal wöchentlich aufsuchende Arbeit in und um den Hauptbahnhof im Rahmen des Projekts „Bahnhofskinder“. Dies ist eine besondere Aufgabe für mich, da wir den jungen Menschen direkt in ihrer Lebenswelt begegnen, ohne jede Barriere. Dadurch haben wir einen besonders guten und nachhaltigen Kontakt zu ihnen und erfahren viel über ihr Leben, ihre Sorgen und Nöte.

Ein junger Mann ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Er wurde auf Grund seiner sexuellen Orientierung von der Familie verstoßen. Er kam häufig in die Bahnhofsmission und brauchte einfach jemanden zum Reden. Sein größter Traum war es im Rettungsdienst zu arbeiten. Ich habe ihn oft unterstützt, wenn er seine Bewerbungen in der Bahnhofsmission geschrieben hat.
Ein paar Jahre später habe ich ihn bei einer Veranstaltung in der Innenstadt dann wiedergesehen. Er war beim Rettungsdienst tätig. ?

Es gibt zwar nicht immer ein Happy End, aber manchmal können wir einfach ein Stück begleiten und den jungen Menschen Mut machen.

Ich bin Lena, 28 Jahre alt und schließe gerade meinen Master im Lehramt für Sonderpädagogik an der TU Dortmund ab. Mein erster Tag in der Bahnhofsmission liegt schon fast 12 Jahre zurück: Ein Schülerpraktikum führte mich ins Ehrenamt, das Ehrenamt zwischenzeitlich sogar in eine hauptamtliche Beschäftigung als studentische Hilfskraft. Ich bin wortwörtlich groß geworden mit der Bahnhofsmission. Damals nannte man mich das „Küken“ und jetzt gehöre ich eher zu den „alten Hasen“. In all der Zeit habe ich hier viele Menschen ein- und ausgehen sehen. Dabei habe ich so viel gelernt, über meine Mitmenschen und mich, über das Arbeitsfeld und die Profession „Soziale Arbeit“. Dank der Arbeit in der Bahnhofsmission habe ich gelernt, mich selbstbewusst für ein menschenwürdiges Leben für Alle einzusetzen. Ungefähr ein Drittel meines Lebens gehört die BM Essen nun zu mir und das hat tiefe Spuren hinterlassen: Im Charakter, im Geist und vor allem im Herzen. 

Hi, ich bin Konstanze, 18 Jahre alt und angehende Studentin für Pharmazeutische Chemie. 2019 habe ich während eines Schülerpraktikums die Arbeit in der Bahnhofsmission kennengelernt. Obwohl ich mir nie vorstellen konnte im sozialen Bereich zu arbeiten, wollte ich nach den 2 Wochen in der BM bleiben und habe ein Ehrenamt begonnen. Überzeugt hat mich vor allem das bunte Team und die Möglichkeit Menschen bei sehr elementaren Bedürfnissen zu unterstützen.

Mich hat die Bahnhofsmission in den 1,5 Jahren schon sehr geprägt. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt, viele - teilweise schwierige - Geschichten gehört und unzählige Erfahrungen gemacht, die meine Sichtweisen auf jeden Fall beeinflussen. Man wird mit Problemen konfrontiert, mit denen man sich vorher nie auseinandergesetzt hat. Ich kann den Menschen Zeit schenken, die sonst von der Gesellschaft nur wenig positive Rückmeldung und Hilfe erhalten und vom alltäglichen Leben größtenteils ausgeschlossen sind. Das schönste an der Arbeit ist für mich, dass ich Menschen oft mit kleinen Dingen helfen kann und durch meinen Einsatz ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

Hi, ich bin Tanja, 48 Jahre, und habe mich lange für ein Ehrenamt interessiert. Dann hörte ich im Radio einen Beitrag über die Bahnhofsmission und war sofort angetan. Am nächsten Tag habe ich einen Hospitationstag vereinbart und bin nun schon fast 1 Jahr ehrenamtlich in der Bahnhofsmission Essen tätig. In meinem Job sitze ich viel am Schreibtisch und freue mich über den Ausgleich, den mir die Arbeit in der BM gibt. Ich mag die Abwechslung und die Beweglichkeit der Bahnhofsmission: Der Bahnhof, das Leben dort und die Menschen, die sich dort treffen, sorgen dafür, dass sich jeder Tag anders gestaltet. Ich gehe immer mit einem guten Gefühl nach dem Dienst nach Hause, da ich weiß, dass ich meine Zeit sinnvoll genutzt habe! 

Privet und Hallo! Mein Name ist Valentina, ich bin 28 Jahre alt, komme aus Russland und engagiere mich seit August 2018 in der Bahnhofsmission Essen. Inzwischen bin ich ausgebildete Sozialarbeiterin und arbeite im Fachbereich Migration und Integration. Da die Bahnhofsmission bis spät am Abend geöffnet hat, finde ich immer noch genügend Zeit für mein Ehrenamt. Der Spaß bei der Arbeit kommt nie zu kurz - ich habe mich von Anfang an total wohlgefühlt! Ich arbeite gerne mit Kindern und konnte schon zwei Mal die Bahnhofsmission bei einem Kinderfest im Hauptbahnhof unterstützen. An zwei Tagen in der Woche, freitags und sonntags, gibt es das Angebot Kids on Tour: wir begleiten Kinder sicher zu den Betreuer*innen im Zug oder holen sie von dort ab. Kids on Tour gehört definitiv zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich möchte die Arbeit hier in der BM nicht mehr missen! 

Hallo, ich bin Johannes, Theologe und Seelsorger für das #bistumessen. Ich bin seit 4½ Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bahnhofsmission.

Das Besondere an der Arbeit ist für mich zum einen die Arbeit im und zusammen mit dem Team. Wir sind nicht nur ein tolles Team, das mit- und füreinander arbeitet -es ergeben sich auch sprichwörtlich Gespräche über Gott und die Welt. Ich habe in der #BM Freunde gefunden, die ich nicht mehr missen möchte. Zum anderen ist die Begegnung mit unseren Gästen immer wieder besonders. Sie teilen mit uns ihr Freud und Leid. Bei uns haben sie immer ein offenes Ohr und sie finden etwas, was für sie nicht unbedingt selbstverständlich ist: Begegnung auf Augenhöhe. Das ist mir in meiner Arbeit besonders wichtig. Meine ganz persönliche Motivation kommt aus meinem Glauben. In der Bibel lesen ich "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." (Mit 25,40) Diesen Satz aus dem Evangelium - und damit auch mein #Christsein - kann ich in der Bahnhofsmission aktiv und ganz konkret leben.

Mein Highlight in jedem Jahr ist der Adventsbasar, der an jedem 1. Advent im #HauptbahnhofEssen ausgerichtet wird. Dann habe ich als begeisterter Hobbyfotograf auch immer die Möglichkeit, unsere Arbeit bildlich in Szene zu setzen. 

Hey zusammen – ich bin Mira und 25 Jahre alt. Meine BM-Geschichte begann, wie bei vielen, mit einem Praktikum in 2017. Ein Jahr später war ich als studentische Hilfskraft hauptamtlich tätig und bin jetzt nach meinem Abschluss dem Ehrenamt beigetreten. Schon an meinem 1. Praktikumstag war mir klar, dass ich – egal ob ehrenamtlich oder hauptamtlich – in der BM bleiben möchte. Die Atmosphäre im Team, der Zusammenhalt und die Arbeit an sich gibt mir unfassbar viel! Für mich als Sozialarbeiterin ist die Arbeit sehr wertvoll, da wir keine feste Zielgruppe haben und die BesucherInnen mit den unterschiedlichsten Anliegen zu uns kommen. Ich habe daher viel Praxiserfahrung sammeln können, die mir bei meiner späteren Berufswahl sehr geholfen hat. Jetzt arbeite ich im Ambulant Betreuten Wohnen für psychisch kranke Menschen und bin damit sehr glücklich! 

„Guuten Tag, Ich bin Charlotte, Sozialarbeiterin in der stationären Suchthilfe und seit 6 Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin der Bahnhofsmission Essen. Seit der ersten Sekunde hat mich die Arbeit im Bahnhof fasziniert, mitgerissen und geprägt. Ohne Übertreibung kann ich behaupten, dass mich mein Ehrenamt in der BM zu der Sozialarbeiterin gemacht hat, die ich heute bin. Den Sozialraum „Bahnhof“ lernt man wahrscheinlich nirgends so ungeschminkt kennen, wie durch die aufsuchende und beratende Tätigkeit bei der BM. Das ist nicht immer leicht, aber wenn man sich darauf einlässt, erfährt man viel Menschlichkeit, Herzlichkeit und Offenheit an Orten, an denen man es nicht vermutet hätte. Der Bahnhof ist dann nicht länger eine hektische, anonyme Durchgangsstation, sondern ein Ort voller Geschichten. Im Team der BM arbeiten Menschen, die teilweise schon dort gearbeitet haben, als ich noch nicht mal laufen konnte - ich finde, das beschreibt am besten die familiären und freundschaftlichen Beziehungen innerhalb des Teams. Ich bin sehr begeistert und dankbar, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein.“

Hey - ich heiße Gesa, 38, und habe einen 12-jährigen Sohn. Im Rahmen meines Studiums habe ich als Praktikantin in der Bahnhofsmission begonnen und bin dann, seit 2018, ehrenamtlich geblieben. Warum ich hier so gerne hinkomme? Die Bahnhofsmission ist einfach da - das Anliegen der Menschen spielt erst einmal keine Rolle. Es wird nichts von den Besucher*innen erwartet, jeder ist willkommen. Einer unserer Besucher ist begeisterter „Mau Mau“ Spieler. Wir sitzen oft einfach zusammen und spielen Karten. Genau das macht den Charme der Arbeit aus. Es gibt aber auch immer wieder Menschen mit konkreten Hilfegesuchen. Wir Ehrenamtliche werden gut ausgebildet, um auf die oft komplexen Problematiken bestmöglich reagieren zu können. Ich habe bereits an einer Schulung der Deutschen Depressionshilfe, einem Fachtag zum Thema „Scham“ und einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen

Hallo, ich bin Kathi, 29, und arbeite seit 7 Jahren in der Bahnhofsmission Essen. Ich habe als Praktikantin im Rahmen des Studiums der Sozialen Arbeit die BM kennen und lieben gelernt. Hauptamtlich arbeite ich als Sozialarbeiterin in einer Behörde. Es sind nun 7 Jahre, in denen ich Menschen in ihrem Alltag begleite - mit allen Höhen und Tiefen. Aber auch mich begleitet das Team der Bahnhofsmission: Die Arbeit lehrt mich, vor allem die kleinen Dinge im Leben zu schätzen, die viel zu oft als selbstverständlich betrachtet werden. Hier habe ich ein anderes Selbstverständnis vom Leben entwickelt und die wirklich wichtigen Dinge erkannt.

P.S. Für alle, die unseren alljährlichen Adventsbasar im November am Essener Hbf kennen: Ich bin eine der Marmeladen-Köch*innen.

Nihao – ich bin Junji, 29, und bin 2015 aus China nach Deutschland gekommen, um Soziale Arbeit zu studieren. Zunächst habe ich mit einem Praktikum in der Bahnhofsmission begonnen und bin seitdem geblieben - ehrenamtlich. Meine Kolleginnen und Kollegen waren immer für mich da, sowohl beruflich als auch privat. Das hat mein Leben bereichert und mir die Tür zu meinem Beruf geöffnet. Heute bin ich als Sozialarbeiter in einem Essener Krankenhaus tätig. In der Bahnhofsmission gibt es immer wieder herausfordernde Situationen, denen ich mich stellen kann. Dadurch habe ich in den vergangen 5 Jahren viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt und konnte mir viel neues Wissen aneignen. Mit dem Team der Bahnhofsmission habe ich nicht nur tolle Kolleg*innen kennengelernt, sondern auch neue Freunde gefunden.

Was mich an der Arbeit besonders reizt? Es geht nicht nur um einmalige materielle Hilfen, wie Getränke und Brötchen, sondern darum, die Menschen wieder zu neuer Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmtheit zu bewegen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. 

Hallo! Mein Name ist Klaus, 69 Jahre, und ich bin Lehrer im Ruhestand. Es ist mir wichtig, meine Zeit sinnvoll zu gestalten und ich habe mich daher für ein Ehrenamt in der Bahnhofsmission entschieden. Ich bin damit dem guten Beispiel meiner Ehefrau gefolgt, die bereits ein Jahr vor mir in der BM tätig geworden ist. Ich schätze es sehr, dass die Bahnhofsmission eine Anlaufstelle für JEDEN Menschen ist. Ich glaube, an keiner anderen Stelle erhält man so voraussetzungslos Hilfe. Wir meistern die Arbeit hier als Team - als gemeinsame Sache und allen ist daran gelegen, dass es läuft. Diesen Zusammenhalt finde ich großartig!

Hi! Ich bin Chris, 25 Jahre alt, trans und arbeite seit 5 Jahren in der Bahnhofsmission Essen. Ich habe in 2015 mit einem Praktikum begonnen und bin nun ehrenamtlich tätig. Mittlerweile habe ich meinen Bachelor in Sozialer Arbeit und studiere Gender Studies. Für mich ist das Team der Bahnhofsmission wie eine zweite Familie, die mich durch all meine Lebenslagen begleitet hat - ein bunter Haufen Menschen, offen und herzlich! Das Schönste für mich an der Arbeit? Dieses Gefühl, was eintritt , wenn du jemandem erfolgreich helfen konntest. 

Hallo, ich heiße Monika und bin 67 Jahre alt. Als ich mich vor 15 Jahren dazu entschieden habe, mich ehrenamtlich zu engagieren, habe ich nach einer Einrichtung gesucht, die mir eine möglichst große Vielfalt bietet. Unsere Besucher*innen unterscheiden sich im Alter, bei der Herkunft, in ihrer Religion und Geschlecht. Hier lerne ich die verschiedensten Menschen und ihre Geschichten kennen. Unser Team ist genauso bunt gemischt! Ich finde es toll zu erleben, wie in der Bahnhofsmission Jung und Alt zusammenarbeiten. Ehrenamt kennt eben kein Alter. 

„Hi und hola! Ich bin Lea, 32, und engagiere mich seit 2009 in der Bahnhofsmission Essen. Seitdem habe ich mich privat und beruflich entwickelt. Die Bahnhofsmission war dabei immer eine wichtige Konstante. Ich als aktiver Mensch, beim Sport oder auf Weltreise, liebe die Bahnhofsmission gleichzeitig als Bewegung. Obwohl sie durch ihre Kontinuität Sicherheit gibt, bleibt die Bahnhofsmission selbst nie stehen und geht immer auf die aktuellen Bedürfnisse der Zeit ein.“