52 Wochen - 52 Ehrenamtliche der Essener Bahnhofsmission

Jede Woche stellt sich hier ein*e Ehrenamtliche*r der Essener Bahnhofsmission mit Foto und Zitat über sich und seine Tätigkeit vor.

Interesse das Team zu verstärken? Dann melde dich unter 0201-230723!

„Guuten Tag, Ich bin Charlotte, Sozialarbeiterin in der stationären Suchthilfe und seit 6 Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin der Bahnhofsmission Essen. Seit der ersten Sekunde hat mich die Arbeit im Bahnhof fasziniert, mitgerissen und geprägt. Ohne Übertreibung kann ich behaupten, dass mich mein Ehrenamt in der BM zu der Sozialarbeiterin gemacht hat, die ich heute bin. Den Sozialraum „Bahnhof“ lernt man wahrscheinlich nirgends so ungeschminkt kennen, wie durch die aufsuchende und beratende Tätigkeit bei der BM. Das ist nicht immer leicht, aber wenn man sich darauf einlässt, erfährt man viel Menschlichkeit, Herzlichkeit und Offenheit an Orten, an denen man es nicht vermutet hätte. Der Bahnhof ist dann nicht länger eine hektische, anonyme Durchgangsstation, sondern ein Ort voller Geschichten. Im Team der BM arbeiten Menschen, die teilweise schon dort gearbeitet haben, als ich noch nicht mal laufen konnte - ich finde, das beschreibt am besten die familiären und freundschaftlichen Beziehungen innerhalb des Teams. Ich bin sehr begeistert und dankbar, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein.“

Hey - ich heiße Gesa, 38, und habe einen 12-jährigen Sohn. Im Rahmen meines Studiums habe ich als Praktikantin in der Bahnhofsmission begonnen und bin dann, seit 2018, ehrenamtlich geblieben. Warum ich hier so gerne hinkomme? Die Bahnhofsmission ist einfach da - das Anliegen der Menschen spielt erst einmal keine Rolle. Es wird nichts von den Besucher*innen erwartet, jeder ist willkommen. Einer unserer Besucher ist begeisterter „Mau Mau“ Spieler. Wir sitzen oft einfach zusammen und spielen Karten. Genau das macht den Charme der Arbeit aus. Es gibt aber auch immer wieder Menschen mit konkreten Hilfegesuchen. Wir Ehrenamtliche werden gut ausgebildet, um auf die oft komplexen Problematiken bestmöglich reagieren zu können. Ich habe bereits an einer Schulung der Deutschen Depressionshilfe, einem Fachtag zum Thema „Scham“ und einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen

Hallo, ich bin Kathi, 29, und arbeite seit 7 Jahren in der Bahnhofsmission Essen. Ich habe als Praktikantin im Rahmen des Studiums der Sozialen Arbeit die BM kennen und lieben gelernt. Hauptamtlich arbeite ich als Sozialarbeiterin in einer Behörde. Es sind nun 7 Jahre, in denen ich Menschen in ihrem Alltag begleite - mit allen Höhen und Tiefen. Aber auch mich begleitet das Team der Bahnhofsmission: Die Arbeit lehrt mich, vor allem die kleinen Dinge im Leben zu schätzen, die viel zu oft als selbstverständlich betrachtet werden. Hier habe ich ein anderes Selbstverständnis vom Leben entwickelt und die wirklich wichtigen Dinge erkannt.

P.S. Für alle, die unseren alljährlichen Adventsbasar im November am Essener Hbf kennen: Ich bin eine der Marmeladen-Köch*innen.

Nihao – ich bin Junji, 29, und bin 2015 aus China nach Deutschland gekommen, um Soziale Arbeit zu studieren. Zunächst habe ich mit einem Praktikum in der Bahnhofsmission begonnen und bin seitdem geblieben - ehrenamtlich. Meine Kolleginnen und Kollegen waren immer für mich da, sowohl beruflich als auch privat. Das hat mein Leben bereichert und mir die Tür zu meinem Beruf geöffnet. Heute bin ich als Sozialarbeiter in einem Essener Krankenhaus tätig. In der Bahnhofsmission gibt es immer wieder herausfordernde Situationen, denen ich mich stellen kann. Dadurch habe ich in den vergangen 5 Jahren viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt und konnte mir viel neues Wissen aneignen. Mit dem Team der Bahnhofsmission habe ich nicht nur tolle Kolleg*innen kennengelernt, sondern auch neue Freunde gefunden.

Was mich an der Arbeit besonders reizt? Es geht nicht nur um einmalige materielle Hilfen, wie Getränke und Brötchen, sondern darum, die Menschen wieder zu neuer Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmtheit zu bewegen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. 

Hallo! Mein Name ist Klaus, 69 Jahre, und ich bin Lehrer im Ruhestand. Es ist mir wichtig, meine Zeit sinnvoll zu gestalten und ich habe mich daher für ein Ehrenamt in der Bahnhofsmission entschieden. Ich bin damit dem guten Beispiel meiner Ehefrau gefolgt, die bereits ein Jahr vor mir in der BM tätig geworden ist. Ich schätze es sehr, dass die Bahnhofsmission eine Anlaufstelle für JEDEN Menschen ist. Ich glaube, an keiner anderen Stelle erhält man so voraussetzungslos Hilfe. Wir meistern die Arbeit hier als Team - als gemeinsame Sache und allen ist daran gelegen, dass es läuft. Diesen Zusammenhalt finde ich großartig!

Hi! Ich bin Chris, 25 Jahre alt, trans und arbeite seit 5 Jahren in der Bahnhofsmission Essen. Ich habe in 2015 mit einem Praktikum begonnen und bin nun ehrenamtlich tätig. Mittlerweile habe ich meinen Bachelor in Sozialer Arbeit und studiere Gender Studies. Für mich ist das Team der Bahnhofsmission wie eine zweite Familie, die mich durch all meine Lebenslagen begleitet hat - ein bunter Haufen Menschen, offen und herzlich! Das Schönste für mich an der Arbeit? Dieses Gefühl, was eintritt , wenn du jemandem erfolgreich helfen konntest. 

Hallo, ich heiße Monika und bin 67 Jahre alt. Als ich mich vor 15 Jahren dazu entschieden habe, mich ehrenamtlich zu engagieren, habe ich nach einer Einrichtung gesucht, die mir eine möglichst große Vielfalt bietet. Unsere Besucher*innen unterscheiden sich im Alter, bei der Herkunft, in ihrer Religion und Geschlecht. Hier lerne ich die verschiedensten Menschen und ihre Geschichten kennen. Unser Team ist genauso bunt gemischt! Ich finde es toll zu erleben, wie in der Bahnhofsmission Jung und Alt zusammenarbeiten. Ehrenamt kennt eben kein Alter. 

„Hi und hola! Ich bin Lea, 32, und engagiere mich seit 2009 in der Bahnhofsmission Essen. Seitdem habe ich mich privat und beruflich entwickelt. Die Bahnhofsmission war dabei immer eine wichtige Konstante. Ich als aktiver Mensch, beim Sport oder auf Weltreise, liebe die Bahnhofsmission gleichzeitig als Bewegung. Obwohl sie durch ihre Kontinuität Sicherheit gibt, bleibt die Bahnhofsmission selbst nie stehen und geht immer auf die aktuellen Bedürfnisse der Zeit ein.“